In Euro-Europa ist der Bargeldumlauf in 2009 gegenüber 2008 um 5,7% gestiegen. Dies spiegelt die Wirtschafts- und Finanzkrise und das Fluten der Märkte mit mehr Geld wieder.Insgesamt sind nummehr 828 Milliarden Euro in bar im Umlauf. Die Erhöhung des Geldumlaufs wurde NICHT durch eine entsprechende Steigerung des erwirtschafteten Bruttosozialprodukts abgedeckt. Ein Rezept, welches es auch Anfang des 20. Jahrhunderts einmal gab... allerdings führte das dann dazu, daß ein Brot irgendwann 50 Millionen Mark kostete...
Auch die Anzahl der Fälschungen hat zugenommen.
siehe auch "Der Standard"
Montag, 11. Januar 2010
Nächste US-Bank pleite, über 500 Mio$ Schaden
Mit der Horizon Bank aus Bellingham/Washington ist die nächste Bank in USA pleite. Für den Bankenrettungsfonds entstand ein Schaden von voraussichtlich 539 Mio$. Experten rechnen in 2010 mit zahlreichen weiteren Bankenpleiten in USA. 2007 gingen nur 3 Banken in USA in Konkurs, in 2008 waren es schon 25, in 2009 steigerte sich die Zahl auf 140 von den Aufsichtsbehörden zwanghaft geschlossene Kreditinstitute. Kein Wunder, daß immer mehr Amerikaner - wie auch die Bevölkerung in Asien und Europa - immer mehr Gelder im Sachwert Gold und Silber anlegen.
Bereits 40% befristete Arbeitsverhältnisse in Deutschland
Gemäß einer aktuellen Studio aus dem Hause Bertelsmann sind in Deutschland bereits rund 40% der Arbeitsverhältnisse befristet und/oder Teilzeitarbeitsverhältnisse und nur noch rund 60% der Deutschen sind in früher üblichen unbefristeten Vollzeit-Arbeitsverhältnissen beschäftigt. Auch ein Indikator für eine Krise... Gemäß Bertelsmann-Stiftung ist dies eine Verschlechterung um 5% zur letzten Erhebung, noch schlechtere Verhältnisse finden sich z.B. in Polen.
siehe auch Deutsche Welle
siehe auch Deutsche Welle
Währungsschnitt sorgt in Venezuela für Panikkäufe
In Venezuela wurde kurz vor dem Wochenende verkündet, daß die einheimische Währung ab heute nur noch halb so viel wert ist. Dies löste in der Bevölkerung eine Kaufpanik aus. Jeder, der noch Geld hatte, kaufte schnell noch am Samstag Sachwerte wie Waschmaschinen, Fernseher etc. Die Geschäfte waren in kurzer Zeit ausverkauft an hochpreisigen Artikeln. Staatspräsident Hugo Chávez hatte mit Wirkung ab diesem Montag den Dollarkurs von 2,15 auf 4,30 mehr als verdoppelt, damit die eigene Währung um die Hälfte abgewertet. Gleichzeitig wurde eine Doppelwährungspolitik eingeführt. Für Dinge des täglichen Lebens wie Lebensmittel und Medikamente wurde ein abweichender Kurs von 2,60 Bolívares Fuertes pro US$ festgelegt, - damit wurden auch Lebensmittel drastisch teurer.
Bereits in den 80er-Jahren hat man mit einem ähnlichen Modell Schiffbruch erlitten, das sozialistische Venezuela hatte zuletzt Inflationsraten zwischen 24 und 30% pro Jahr.
Üblicherweise werden Währungsschnitte an einem Wochenende verkündet, sodaß die Bevölkerung ab Montag in die Röhre schaut... was den Staatspräsident geritten hat, dies am Freitag zu verkünden, damit die Bevölkerung panikartig die Geschäfte am Samstag stürmt, ist nicht überliefert.
Wohl dem, der schon vorher rechtzeitig Sachwerte gekauft hat. Goldkäufer auf der ganzen Welt wird dies in ihren Käufen bestätigt haben. Währungsschnitte kommen plötzlich und werden nicht lange vorher angekündigt.
siehe auch:
Spiegel: Run auf Elektrogeräte
Abendblatt: Venezolaner räumen Geschäfte leer
Süddeutsche: Panikkäufe in Venezuela
Bereits in den 80er-Jahren hat man mit einem ähnlichen Modell Schiffbruch erlitten, das sozialistische Venezuela hatte zuletzt Inflationsraten zwischen 24 und 30% pro Jahr.
Üblicherweise werden Währungsschnitte an einem Wochenende verkündet, sodaß die Bevölkerung ab Montag in die Röhre schaut... was den Staatspräsident geritten hat, dies am Freitag zu verkünden, damit die Bevölkerung panikartig die Geschäfte am Samstag stürmt, ist nicht überliefert.
Wohl dem, der schon vorher rechtzeitig Sachwerte gekauft hat. Goldkäufer auf der ganzen Welt wird dies in ihren Käufen bestätigt haben. Währungsschnitte kommen plötzlich und werden nicht lange vorher angekündigt.
siehe auch:
Spiegel: Run auf Elektrogeräte
Abendblatt: Venezolaner räumen Geschäfte leer
Süddeutsche: Panikkäufe in Venezuela
Mittwoch, 6. Januar 2010
EZB-Goldreserven um 28,8 Milliarden im Wert gestiegen
Hätten mal alle Banken ihr Geld so vernünftig angelegt: Die EZB-Goldreserven sind im Wert um 28,8 Milliarden Euro gestiegen, auf nunmehr 266,9 Milliarden Euro per Jahresbeginn. Damit wurde der quartärliche Neubewertungsturnus eingehalten und es spiegelt sich die immense Wertsteigerung von Gold am Markt wieder. So manch Geschäftsbank wäre wahrscheinlich froh, wenn sie in der Vergangenheit statt in Lehman-Zertifikate, isländisches Festgeld oder austro-kroatische HypoAlpe-Austria-Beteiligungen lieber in Gold investiert hätte. Bei derartigen Wertzuwächsen in Gold wird sich auch so manch Kunde fragen, warum ihm seine Bank von Goldinvestments abgeraten hat.
siehe auch: EZB
siehe auch: EZB
Dienstag, 5. Januar 2010
Royal Canadian Mint verschenkt Gold für 3 Millionen $ als Müll
Die Royal Canadian Mint als staatliche kanadische Münzprägeanstalt hat nunmehr geklärt, wo die bei einer Inventur fehlenden Millionenbeträge in Gold verblieben sind. Als Ergebnis der Untersuchung durch eine unabhängige Wirtschaftprüfungskanzlei kam heraus, daß Gold im Wert von mehr als 3 Millionen Dollar als Raffinerieabfall (-schlacke) drastisch unter Wert verkauft worden ist, bei weiteren 8 Millionen habe man sich schlichtweg einfach verzählt.Die Münzprägestätte teilt in einem 12-seitigen Bericht mit, daß man 14 Monate gebraucht habe, um zu diesem Ergebnis zu kommen und daß das verschwundene Gold unwiderbringlich verloren ist. Man habe viel durch die Vorfälle gelernt und nunmehr Verfahren entwickelt, wo dies nicht mehr vorkommen könne. Als "Strafe" für diesen Verlust erhalten alle Führungskräfte keine Bonuszahlungen für 2008, das Jahr, wo der Verlust entstanden ist.
Die Revision durch die Kanzlei Deloitte habe auch ergeben, daß der 2007er-Gewinn um rund 7 Mio US$ zu hoch ausgewiesen wurde, die Mitarbeiter sollen zu Unrecht erhaltene Gewinnbeteiligungen abführen. In 2008 machte die Münzprägestätte aufgrund der exorbitant hohen Edelmetallnachfrage 55,3 Mio US$ Gewinn, nach 23,8 Mio US$ in 2007. Die Royal Canadian Mint, die auch die Verwahrung von Gold für Dritte anbietet, gibt an, daß Kunden-Gold von den Verlusten nicht betroffen sei.
Man habe auch Maßnahmen ergriffen, daß nunmehr keine goldhaltige Raffinerie-Schlacke die Münzprägestätte als "Müll" verlässt.
Die Royal Canadian Mint ist u.a. Hersteller der bekannten Anlagemünze Maple Leaf, die es in Gold und Silber gibt.
siehe auch: OttawaCitizen
Die Revision durch die Kanzlei Deloitte habe auch ergeben, daß der 2007er-Gewinn um rund 7 Mio US$ zu hoch ausgewiesen wurde, die Mitarbeiter sollen zu Unrecht erhaltene Gewinnbeteiligungen abführen. In 2008 machte die Münzprägestätte aufgrund der exorbitant hohen Edelmetallnachfrage 55,3 Mio US$ Gewinn, nach 23,8 Mio US$ in 2007. Die Royal Canadian Mint, die auch die Verwahrung von Gold für Dritte anbietet, gibt an, daß Kunden-Gold von den Verlusten nicht betroffen sei.
Man habe auch Maßnahmen ergriffen, daß nunmehr keine goldhaltige Raffinerie-Schlacke die Münzprägestätte als "Müll" verlässt.
Die Royal Canadian Mint ist u.a. Hersteller der bekannten Anlagemünze Maple Leaf, die es in Gold und Silber gibt.
siehe auch: OttawaCitizen
Anja Scheunemann verlässt MDM Münzhandel
Anja Scheunemann, Head of International Marketing & Sales verläßt nach fast 15 Jahren den MDM Münzhandelskonzern. Sie ist vielen sicher noch als Geschäftsführerin der unter Hercher firmierenden Münzgroßhandlung bekannt, die zuletzt die operative Tätigkeit wegen Verlusten eingestellt hat. Wir wünschen ihr für Ihren neuen Lebensabschnitt alles Gute und viel Erfolg. Die Münzhandlung Hercher wurde in den 70er Jahren gegründet und gehörte lange Zeit zu den weltweit führenden Münzgroßhandlungen. Tempora mutantur.
Montag, 4. Januar 2010
Postbank- und Commerzbank- Kunden bekommen kein Geld mehr
Wie es sich anfühlt, wenn die Bank kein Geld mehr auszahlt, durften tausende Postbank- und Commerzbank-Kunden seit dem Jahreswechsel erfahren. Kunden der beiden Institute gingen am Geldautomaten trotz gefüllter Konten leer aus und bekamen dort nicht einen Euro seit dem Jahreswechsel. Die beiden Kreditinstitute führen dies auf einen Fehler bei den "Sicherheits"-Chipkarten zurück, - vermutlich wird die Jahreszahl "2010" dort nicht richtig verarbeitet. Man arbeitet fieberhaft an einer Lösung. Die aufgebrachten Kunden, die wegen geschlossener Bankschalter auch sonst vom 1.Januar bis zum 3.Januar nicht an ihr Geld kamen, freuen sich sicherlich über eine schnelle Lösung. Wer auf eine Finanzkrise vorbereitet ist, hat ohnehin neben Gold und Silber zuhause eine kleine Barreserve für ebensolche Fälle vorrätig gehabt.
Sonntag, 3. Januar 2010
Vietnam schließt Goldbörsen
Vietnam hat alle vietnamesichen Goldhandelsbörsen aufgefordert, ihre Geschäfte bis spätestens Ende März 2010 einzustellen. Nicht vom Verbot betroffen sind Verkäufer von physischer Ware wie Barren- oder Münzhändler.
Hintergrund der Schließungsentscheidung ist der ausufernde Handel, der täglich Volumina von 1 Milliarde US$ erreichte, aber staatlich unzureichend überwacht wurde. Man befürchtet, daß einige Marktteilnehmer sich hoffnungslos verschuldeten, anderen Ware verkaufen, die sie gar nicht haben. Die Goldbörsen in Vietnam schossen seit 2007 aus dem Boden, als Gold noch 660$/oz kostete, - zwischenzeitlich steht man bei 1100$ und rund 20 solcher Börsen sind in Vietnam von der Schließung betroffen. Bei einigen konnten Anleger mit Sicherheitenstellung von nur 7% ihrer Gesamtanlage spekulieren.
In Vietnam spielt der Goldhandel traditionell eine große Rolle. Trotz eines viel niedrigeren Bruttosozialprodukts ist die Pro-Kopf-Gold-Nachfrage ähnlich hoch wie in Deutschland.
Im Mai 2008 hatte Vietnam versucht, den Nachfragedruck nach Gold durch ein Gold-Import-Verbot zu mindern. Vietnam erlebte allerdings eine Ausweitung des Schwarzhandels. Als sich in Vietnam dann Goldpreise von über 150$ über Londoner Goldpreisen pro Unze entwickelten, kam die Regierung nicht umhin, das Importverbot wieder zu lockern.
siehe auch FT
Hintergrund der Schließungsentscheidung ist der ausufernde Handel, der täglich Volumina von 1 Milliarde US$ erreichte, aber staatlich unzureichend überwacht wurde. Man befürchtet, daß einige Marktteilnehmer sich hoffnungslos verschuldeten, anderen Ware verkaufen, die sie gar nicht haben. Die Goldbörsen in Vietnam schossen seit 2007 aus dem Boden, als Gold noch 660$/oz kostete, - zwischenzeitlich steht man bei 1100$ und rund 20 solcher Börsen sind in Vietnam von der Schließung betroffen. Bei einigen konnten Anleger mit Sicherheitenstellung von nur 7% ihrer Gesamtanlage spekulieren.
In Vietnam spielt der Goldhandel traditionell eine große Rolle. Trotz eines viel niedrigeren Bruttosozialprodukts ist die Pro-Kopf-Gold-Nachfrage ähnlich hoch wie in Deutschland.
Im Mai 2008 hatte Vietnam versucht, den Nachfragedruck nach Gold durch ein Gold-Import-Verbot zu mindern. Vietnam erlebte allerdings eine Ausweitung des Schwarzhandels. Als sich in Vietnam dann Goldpreise von über 150$ über Londoner Goldpreisen pro Unze entwickelten, kam die Regierung nicht umhin, das Importverbot wieder zu lockern.
siehe auch FT
Freitag, 1. Januar 2010
Gesetzesänderungen ab 1.1.2010
Ab 2010 gibt es einige Änderungen, die der Gesetzgeber vorgesehen hat, hier die wichtigsten zusammengefasst:
Absetzbarkeit Krankenkassenbeiträge
Vorsorgeaufwendungen (z.B. Kranken- u. Pflegeversicherung) konnten bislang nur bis 1500, bzw. 2400 Euro (Personen, die den Beitrag alleine zahlen, z.B. Selbständige) steuerlich geltend gemacht werden. Ab 1.1. werden die Beträge um 400 Euro erhöht, also auf 1900, bzw. 2800 Euro gesetzt.
Kinderfreibetrag/Kindergeld
Der jährliche Kinderfreibetrag steigt auf 7008 (vormals 6024) Euro, das monatliche Kindergeld wird um 20 Euro erhöht. Für das erste und zweite Kind gibt es damit je 184€, 190€ für das dritte und ab dem vierten Kind 215 für jedes weitere
Grundfreibetrag
Der nicht zu versteuernde Grundfreibetrag steigt von jährlich 7834 Euro auf sensationelle 8004 Euro für Alleinstehende. Der Eingangssteuersatz von 14% beginnt also erst ab einem zu versteuernden Einkommen von 8005 Euro.
ESt-Tarifkurven-Verschiebung
Alle Eckwerte der Besteuerung werden leicht verändert, so greift der Spitzensteuersatz von 42% statt bei vormals 52.552 Euro erst bei 52882 Euro Jahreseinkommen.
Ehegatten-Besteuerung
Die Ehegatten-Versteuerung im Lohnsteuerabzugsverfahren wird durch eine Modifizierung der Steuerklassen gerechter gestaltet. Statt der bisherigen Steuerklassen III/V-Regelung, die dazu geführt hat, daß oft einer der Partner zu viel Lohnsteuer abgezogen bekommen hat, die es dann erst im Rahmen der Einkommensteuererklärung zurück gab, ist nun auch eine Einstufung in IV-Faktor/IV-Faktor möglich, dies mindert bereits bei der monatlichen Lohnsteuerbelastung den Abzug.
MwSt-Bonbon für Hoteliers
Für Übernachtungen in Hotels fallen ab 1.1. nur noch 7% MwSt statt vormals 19% MwSt an. Lassen Hotels die Endkundenpreise gleich, führt dies zu einem Mehrverdienst für den Hotelier.
Kurzarbeitergeld
Die in der Wirtschafts- und Finanzkrise eingeführte Kurzarbeiterregelung, die vor Entlassungen schützen sollte, wird um ein Jahr verlängert. Anträge, die erstmals 2010 vorgelegt werden, führen aber zu maximal 18 Monate Kurzarbeitergeld, - in 2009 waren noch 2 Jahre möglich.
Pflege-Entgelt
Die Leistungen der Pflegeversicherung werden moderat nach oben angepasst:
Pflegehilfe:
Pflegestufe 1 von 420 auf 440 Euro,
Pflegestufe 2 von 980 auf 1040 Euro,
Pflegestufe 3 von 1470 auf 1510 Euro.
Pflegegeld:
Pflegestufe 1 von 215 auf 225,-
Pflegestufe 2 von 420 auf 430,-
Pflegestufe 3 von 675 auf 685,-
Härtefälle von 1750,- auf 1825,-
Kurzzeitpflege von 1470 auf 1510 Euro
Unternehmenssteuerentlastungen
Einige Korrekturen zur Reform von 2008 werden vorgenommen, z.B. wird die "Zinsschranke", die die Absetzbarkeit von Schuldzinsen begrenzt hat, gelockert, - Sanierungsmaßnahmen werden erleichtert. Gewerbesteueränderungen hinsichtlich Immobilienmietzahlungen (Kürzung der Aufwendungen, die bei Ermittlung der GewSt hinzugerechnet und versteuert werden müssen)
Betriebliche Altersvorsorge
Höchstbetrag, der per Gehaltsumwandlung in eine Altersversorgung gezahlt werden kann, steigt von 2592 auf 2640 Euro. Rentner, die in Riester-Verträgen gespart haben, können auch ins EU-Ausland umziehen, ohne - wie bisher - Zulagen zu verlieren. Wohn-Riester-Verträge können auch zum Immobilienerwerb im EU-Ausland benutzt werden.
ELENA - Meldungen der Arbeitgeber
Auch wenn der neue elektronische Entgeltnachweis erst ab 2012 eingeführt, so müssen Arbeitgeber bereits ab 1.1.2010 monatlich Daten über das Entgelt der Angestellten an eine zentrale Speicherstelle der Deutschen Rentenversicherung melden. Damit will man später das Ausstellen von Entgeltnachweisen durch Arbeitgeber für Behörden wegfallen lassen, weil die Behörden dann ohnehin schon wissen, wer was wo verdient. Von der Öffentlichkeit bisher kaum beachtet...
Absetzbarkeit Krankenkassenbeiträge
Vorsorgeaufwendungen (z.B. Kranken- u. Pflegeversicherung) konnten bislang nur bis 1500, bzw. 2400 Euro (Personen, die den Beitrag alleine zahlen, z.B. Selbständige) steuerlich geltend gemacht werden. Ab 1.1. werden die Beträge um 400 Euro erhöht, also auf 1900, bzw. 2800 Euro gesetzt.
Kinderfreibetrag/Kindergeld
Der jährliche Kinderfreibetrag steigt auf 7008 (vormals 6024) Euro, das monatliche Kindergeld wird um 20 Euro erhöht. Für das erste und zweite Kind gibt es damit je 184€, 190€ für das dritte und ab dem vierten Kind 215 für jedes weitere
Grundfreibetrag
Der nicht zu versteuernde Grundfreibetrag steigt von jährlich 7834 Euro auf sensationelle 8004 Euro für Alleinstehende. Der Eingangssteuersatz von 14% beginnt also erst ab einem zu versteuernden Einkommen von 8005 Euro.
ESt-Tarifkurven-Verschiebung
Alle Eckwerte der Besteuerung werden leicht verändert, so greift der Spitzensteuersatz von 42% statt bei vormals 52.552 Euro erst bei 52882 Euro Jahreseinkommen.
Ehegatten-Besteuerung
Die Ehegatten-Versteuerung im Lohnsteuerabzugsverfahren wird durch eine Modifizierung der Steuerklassen gerechter gestaltet. Statt der bisherigen Steuerklassen III/V-Regelung, die dazu geführt hat, daß oft einer der Partner zu viel Lohnsteuer abgezogen bekommen hat, die es dann erst im Rahmen der Einkommensteuererklärung zurück gab, ist nun auch eine Einstufung in IV-Faktor/IV-Faktor möglich, dies mindert bereits bei der monatlichen Lohnsteuerbelastung den Abzug.
MwSt-Bonbon für Hoteliers
Für Übernachtungen in Hotels fallen ab 1.1. nur noch 7% MwSt statt vormals 19% MwSt an. Lassen Hotels die Endkundenpreise gleich, führt dies zu einem Mehrverdienst für den Hotelier.
Kurzarbeitergeld
Die in der Wirtschafts- und Finanzkrise eingeführte Kurzarbeiterregelung, die vor Entlassungen schützen sollte, wird um ein Jahr verlängert. Anträge, die erstmals 2010 vorgelegt werden, führen aber zu maximal 18 Monate Kurzarbeitergeld, - in 2009 waren noch 2 Jahre möglich.
Pflege-Entgelt
Die Leistungen der Pflegeversicherung werden moderat nach oben angepasst:
Pflegehilfe:
Pflegestufe 1 von 420 auf 440 Euro,
Pflegestufe 2 von 980 auf 1040 Euro,
Pflegestufe 3 von 1470 auf 1510 Euro.
Pflegegeld:
Pflegestufe 1 von 215 auf 225,-
Pflegestufe 2 von 420 auf 430,-
Pflegestufe 3 von 675 auf 685,-
Härtefälle von 1750,- auf 1825,-
Kurzzeitpflege von 1470 auf 1510 Euro
Unternehmenssteuerentlastungen
Einige Korrekturen zur Reform von 2008 werden vorgenommen, z.B. wird die "Zinsschranke", die die Absetzbarkeit von Schuldzinsen begrenzt hat, gelockert, - Sanierungsmaßnahmen werden erleichtert. Gewerbesteueränderungen hinsichtlich Immobilienmietzahlungen (Kürzung der Aufwendungen, die bei Ermittlung der GewSt hinzugerechnet und versteuert werden müssen)
Betriebliche Altersvorsorge
Höchstbetrag, der per Gehaltsumwandlung in eine Altersversorgung gezahlt werden kann, steigt von 2592 auf 2640 Euro. Rentner, die in Riester-Verträgen gespart haben, können auch ins EU-Ausland umziehen, ohne - wie bisher - Zulagen zu verlieren. Wohn-Riester-Verträge können auch zum Immobilienerwerb im EU-Ausland benutzt werden.
ELENA - Meldungen der Arbeitgeber
Auch wenn der neue elektronische Entgeltnachweis erst ab 2012 eingeführt, so müssen Arbeitgeber bereits ab 1.1.2010 monatlich Daten über das Entgelt der Angestellten an eine zentrale Speicherstelle der Deutschen Rentenversicherung melden. Damit will man später das Ausstellen von Entgeltnachweisen durch Arbeitgeber für Behörden wegfallen lassen, weil die Behörden dann ohnehin schon wissen, wer was wo verdient. Von der Öffentlichkeit bisher kaum beachtet...
Islands Präsident will 3,8 Milliarden Schulden nicht zurückzahlen
Das hatte sich das isländische Parlament einfacher vorgestellt: Islands Parlament stimmte der Rückzahlung von 3,8 Milliarden Staatsschulden zu, der Staatspräsident Olafur Ragnar Grimsson verweigerte am Silvestertag aber seine zur Ratifizierung notwendige Unterschrift. Nachdem es massive Proteste in der Bevölkerung gegeben hat, die offensichtlich keine Lust hat, durch Steuererhöhungen für die Verluste durch Spekulationen bei isländischen Banken aufzukommen, verneinte auch der Präsident seine Zustimmung.
Nach dem Zusammenbruch der größten Bank Islands hatten vor allen Dingen Großbritannien und die Niederlande Finanzhilfe geleistet, die das Parlament in den kommenden 14 Jahren zurückzahlen wollte. Für die kleine Republik Island stellen die Schulden, die durch den Zusammenbruch der zwischenzeitlich zwangsverstaatlichten Landsbanki Islands entstanden sind, zwei Drittel des gesamten isländischen Haushalts dar. Die Bank hatte mit einer Internettochter "Icesave" vor allen Dingen in Großbritannien und den Niederlanden Kunden generiert.
In Bürgerbegehren haben sich bereits mehr als 10% der Bevölkerung dagegen ausgesprochen, daß die Schulden der Banken auf Steuerzahlers Lasten umgesattelt werden.
Der Staat Island ist praktisch pleite und wird nur durch ständig neue Kredite am Leben erhalten, zuletzt vom IWF Ende Oktober noch neue Kredite gewährt, alleine die IWF-Zusagen betragen 2,1 Milliarden Euro. Dies sind für jeden der 318.000 Einwohner alleine schon neue 6603 Euro und 77 cent.
Selbst wenn der Staatspräsident die Rückzahlung noch unterschreibt, vermag sich jeder selbst auszumalen, wie schlimm die Situation sein muß, wenn der Staat nur innerhalb eines 14-Jahres-Zeitraums überhaupt in der Lage ist, die kurzfristig gewährte Überbrückungshilfe zurück zu zahlen und dies auch nur durch die ständige Neuaufnahme von Krediten.
siehe auch "Die Zeit"
Nach dem Zusammenbruch der größten Bank Islands hatten vor allen Dingen Großbritannien und die Niederlande Finanzhilfe geleistet, die das Parlament in den kommenden 14 Jahren zurückzahlen wollte. Für die kleine Republik Island stellen die Schulden, die durch den Zusammenbruch der zwischenzeitlich zwangsverstaatlichten Landsbanki Islands entstanden sind, zwei Drittel des gesamten isländischen Haushalts dar. Die Bank hatte mit einer Internettochter "Icesave" vor allen Dingen in Großbritannien und den Niederlanden Kunden generiert.
In Bürgerbegehren haben sich bereits mehr als 10% der Bevölkerung dagegen ausgesprochen, daß die Schulden der Banken auf Steuerzahlers Lasten umgesattelt werden.
Der Staat Island ist praktisch pleite und wird nur durch ständig neue Kredite am Leben erhalten, zuletzt vom IWF Ende Oktober noch neue Kredite gewährt, alleine die IWF-Zusagen betragen 2,1 Milliarden Euro. Dies sind für jeden der 318.000 Einwohner alleine schon neue 6603 Euro und 77 cent.
Selbst wenn der Staatspräsident die Rückzahlung noch unterschreibt, vermag sich jeder selbst auszumalen, wie schlimm die Situation sein muß, wenn der Staat nur innerhalb eines 14-Jahres-Zeitraums überhaupt in der Lage ist, die kurzfristig gewährte Überbrückungshilfe zurück zu zahlen und dies auch nur durch die ständige Neuaufnahme von Krediten.
siehe auch "Die Zeit"
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