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Montag, 28. Mai 2018

Goldlagerung und Silberkauf in der Schweiz - Vorteile und Nachteile



Die meisten Goldkäufer und Silberkäufer kaufen Gold- und Silbermünzen und lassen sich diese nach Hause oder an den Arbeitsplatz liefern. Die physisch ausgelieferten Goldmünzen oder Goldbarren kann man dann ab Erhalt jederzeit anfassen und frei darüber verfügen. Ein Vorteil der für viele Anleger wichtig ist.

Frage der Aufbewahrung der Edelmetalle

Nach Erhalt der Edelmetalle stellt sich dann allerdings die Frage, wo man diese aufbewahrt: Die meisten Anlegern bevorzugen dabei die heimische Aufbewahrung, z.B. im eigenen Tresor oder versteckt in Haus und Garten. Bevorzugt in Keller, Dachboden oder sonstwo.

Bank-Schließfach als Alternative

Andere Anleger bevorzugen das Bankschließfach, was allerdings in der Regel den Nachteil hat, dass man nur eingeschränkten Zugriff hat. Wer am Wochenende über sein Gold verfügen möchte, kommt z.B. in der Regel nicht an sein Gold. Wird aus politischen oder anderen Gründen der Bankzugang erschwert oder eingeschränkt, kommt man ebenfalls nicht oder mit Verzögerung an seine Ware. Überdies haben einige Anleger Angst, dass die Meldepflicht der Bank über Schließfachinhaber sich nachteilig auf den Edelmetallbesitz auswirkt.

Private Schließfachanlagen für Gold und Silber

Eine Alternative sind private oder gewerbliche Anbieter von Schliessfachanlagen, so bieten z.B. Pro Aurum, Degussa oder Suissegold solche Anlagen an, gerne auch im benachbarten Ausland, z.b. der Schweiz. Deutsche Anleger können bequem mit Auto, ICE oder Flugzeug bis nach Zürich kommen und dort über ihre Schätze verfügen. Einige Anbieter bieten dort Gold und Silber zu besonders niedrigen Aufschlägen auf das Edelmetall an, wenn man online zur Verwahrung dort kauft, siehe z.B. Zurich Bullion Vault

Anlager, die sicher gehen wollen, dass das Gold und Silber dort auch sicher ist, reisen vorher dorthin, machen ohne Gold einen Ausflug nach Zürich und lassen sich ggf. die Anlagen zeigen und erklären. 

Vorteile und Nachteile einer Lagerung im Ausland

Wer Edelmetalle im Nicht-EU-Ausland lagert, genießt Vorteile und Nachteile. Nachteil ist natürlich die längere Zugriffszeit: Man kann nicht eben in den Keller gehen und einen Goldbarren hochholen, sondern muss etwas zeitlichen Vorlauf einplanen.
Vorteil könnte eine höhere Sicherheit sind, die professionelle Lagerung incl. Alarmanlagensystem und ggf. Bewachung und Versicherung bedeuten. 
Sollte EU-weit eine einschränkende Regelung für Banken oder Schließfachanlagenbetreiber erlassen werden, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass in Nicht-EU-Ländern dieses nicht greift. Wie z.B. in der Schweiz, Singapur oder anderen Nicht-EU-Ländern.
Die Kosten einer Lagerung sollte man im Auge behalten: Im Ausland lagern ist im Regelfall teurer als die Eigenlagerung oder Inlandslagerung. 
Im Verhältnis zum eingelagerten Gesamtwert bewegt man sich dennoch in der Regel im Promillebereich.

Silberkauf in der Schweiz

In der Schweiz ist der Steuersatz auf Silber niedriger als in Deutschland, weswegen viele Anleger Silber in der Schweiz kaufen und dort lagern lassen. Bei Einlagerung in einem Zollfreilager fällt gar keine Mehrwertsteuer an (wenn man sich die Silberbarren nicht ausliefern lässt), was die Liquidität schont.

Sonntag, 16. September 2012

Zoll kriminalisiert Krügerrand Goldmünzen Besitzer an der Grenze Waldshut

Eigentlich ein ganz normaler Vorgang: Ein 57jähriger Apotheker zieht um und nimmt dabei seine Goldmünzen vom Ort A zum Ort B mit.
Unglücklicherweise lag zwischen den beiden Orten die Grenze der Schweiz zu Deutschland und der Zoll fand die Münzen in Umzugskartons.

Zwar fallen auf Goldmünzen keinerlei Zölle oder Steuern an, schon gar nicht auf eigene, die man zu Umzugszwecken mitnimmt, aber dem Zoll war es immer noch eine Pressemeldung wert, siehe:

Krügerrand Goldmünzen Schmuggler an Schweizer Grenze ertappt | Goldpreis.co

Sonntag, 1. Juli 2012

Schweizer Bankschließfächer werden knapp - Deutsche lagern Gold ein

In der Schweiz werden langsam die Bankschließfächer knapp. Tausende Deutsche lösen Ihre Konten in der Schweiz auf, weil zukünftig Quellensteuer abgezogen wird und kaufen stattdessen Gold, was in der Schweiz eingelagert wird. Einigen Schweizer Banken sind schon die freien Bankschließfächer ausgegangen. Das jüngste Steuerabkommen zwischen der Schweiz und Deutschland sieht die Meldung von Bankschließfächern oder gar deren Inhalt nicht vor. Daher kaufen viele Anleger in Deutschland Gold und verlagern dies in die Schweiz oder lösen in der Schweiz Konten auf und kaufen dafür Gold, was gleich dort gelagert wird. Die Migros Bank teilt z.B. mit, daß an vielen Standorten kein einziges Schließfach mehr frei sei. Auch mehrere Kantonalbanken melden "Land unter - nichts geht mehr". Weil in der Eurozone und in den USA die Märkte mit Geld überschwemmt werden, befürchten viele Anleger, daß der Euro immer mehr an Wert verliert und wollen ihr Vermögen durch die Investition in Edelmetalle sichern. Eine Strategie, die zumindestens in der Vergangenheit und auch in den letzten 11 Jahren bestens funktioniert hat. Ob man Goldmünzen oder Goldbarren kauft, ist bei steigendem Goldpreis eigentlich sekundär.

Donnerstag, 13. Januar 2011

MwSt auf Silber in der Schweiz auf 8% erhöht

Die Schweiz hat die Mehrwertsteuer ( MwSt ) auf Silbermünzen und Silberbarren von 7,6 auf 8% erhöht. Diese Erhöhung gilt ab 1.1.2011. In Deutschland sind aktuell Silberbarren mit 19% und Silbermünzen (i.d.R. )mit 7% umsatzsteuerpflichtig. Dies führte bereits in der Vergangenheit zu Schmuggelversuchen in der Schweiz erworbener Silberbarren nach Deutschland, da man diese (rechnerisch) in der Schweiz auch nunmehr 11% günstiger erwerben kann.
Clevere deutsche Anleger sparen sich aber gesetzeswidrige Schmuggelaktionen und kaufen direkt in Deutschland 7% steuerpflichtige Anlagemünzen wie Maple Leaf, Wiener Philharmoniker, American Eagle oder auch 7% steuerpflichtige Kilo-Silbermünzen wie den australischen Kookaburra, Koala oder die mexikanische 1kg-Libertad-Silbermünze.

Freitag, 22. Oktober 2010

35% Quellensteuer für Deutsche in der Schweiz ?

Deutschland und die Schweiz haben sich im Steuerstreit offensichtlich geeinigt, wie man bilateral bekannt gab. Details müssen noch verhandelt und abgestimmt werden, - als sicher darf aber gelten, daß für die Einlagen deutscher Bürger bei Schweizer Banken zukünftig eine Quellensteuer und eine Vermögenszuwachssteuer anfällt.

Als Quellensteuersatz wird bislang 35% als die wahrscheinlichste Größe gehandelt, die anonym an den deutschen Staat abgeführt werden soll,.

Montag, 29. September 2008

Schweizer Nationalbank beendet Goldverkäufe

Die Schweizer Nationalbank hat mit dem 26.9.2008 ihre Goldverkäufe beendet. Diese hatten in den letzten 2 Jahren als kursdrückendes Damoklesschwert über dem Goldpreis gehangen. Damit wurden insgesamt 250 Tonnen Gold zur Anpassung der Währungsreservenstruktur verkauft, 137 Tonnen in den letzten 12 Monaten, 113 Tonnen im Zeitraum davor. Die SNB hatte diesen Verkauf im Juni 2007 angekündigt. Die Verkäufe erfolgten im Rahmen des zweiten Goldabkommens vom 8.3.2004, in welchem sich die Notenbanken des Euroraums, die Schwedische und die Schweizer Notenbank einer Goldverkaufsselbstbegrenzung unterwarfen. Am 26.9. endete das vierte Vertragsjahr dieses Abkommens. Aktuell verfügt die Schweizer Nationalbank noch über 1040 Tonnen Gold, ein weiterer Verkauf sei momentan nicht geplant. Nach Bekanntgabe des abgeschlossenen Verkaufs schoss der Goldpreis im Laufe des Montags auf über 900 $/oz.
Original-Pressemitteilung der SNB

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