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Donnerstag, 18. April 2019

10 Fragen zur Krügerrand Goldmünze

Rund um die Krügerrand Goldmünze tauchen immer wieder Fragen auf, hier 10 Fragen und die dazu passenden Antworten:
Krügerrand Goldmünzen, hier eine 5-Unzen-Sammlerausgabe aus 2017


Ist der Krügerrand eine offizielle Münze?

Ja, der Krügerrand ist eine offizielle Goldmünze aus Südafrika, die dort den Status des gesetzlichen Zahlungsmittels hat, - auch wenn bei den Goldmünzen kein Nennwert aufgeprägt ist.

Was kostet ein Krügerrand?

Der Krügerrand Preis wird jeden Tag fortwährend neu gebildet, ändert sich praktisch im Sekunden- oder Minutentakt und ist angelehnt an den Goldpreis, der an den internationalen Börsen für eine Unze Feingold gezahlt wird. Edelmetallhändler verlangen beim Verkauf in der Regel den Goldpreis plus einen kleinen Aufschlag, der sich bei der 1-Unzen-Größe im Regelfall im einstelligen Prozentbereich bewegt. Aus diesem Aufschlag wird die Prägung und der Transport nach Deutschland sowie eine kleine Marge für den Hersteller und den Händler getragen. Was z.B. heute ein Krügerrand eines beliebigen Jahrgangs kostet, kann man z.B. hier sehen: aktueller Krügerrand Preis


Darf man eigentlich aus Südafrika soviele Krügerrands ausführen wie man möchte?

Nein. Südafrikaner dürfen gar keine Krügerrands außer Landes bringen - wenn sie nicht zuvor eine Genehmigung der südafrikanischen Notenbank eingeholt haben (South African Reserve Bank). Ausländer dürfen bis zu 15 Krügerrands exportieren, wenn sie zum Kauf ausländische Währung benutzt haben, die sie schon vorher ins Land eingeführt haben.

Kann man die Krügerrand-Produktionsstätte besichtigen?

Nein, das geht leider nicht. Aus Sicherheitsgründen sind solche Besichtigungen weder in der South African Mint noch in der Rand Refinery möglich.

Warum ist der Krügerrand etwas rötlich?

Weil man zusätzlich zum Feingoldgehalt (999,9er Gold) noch etwas Kupfer hinzugegeben hat, damit die Münze härter wird. Deswegen wiegt ein 1-Unzen-Krügerrand auch nicht 31,1 Gramm, sondern 33,93 Gramm. 

Woran erkennt man Krügerrand-Fälschungen?

Die meisten Krügerrand-Fälschungen sind plumpe Fälschungen, die schon durch falsches Gewicht oder falschen Durchmesser auffallen. Häufig sind aber auch die Motive der Fälschungen nur schlecht getroffen, sodass man die Fälschung schon ohne Waage und Schieblehre erkennt. Bei manchen Fälschungen fehlt sogar der Backenbart von Paul Kruger, siehe: Krügerrand Fälschungen erkennen

Gibt es den Krügerrand nur in Gold?

Nein. Den Krügerrand gibt es mittlerweile auch in Silber und Platin.

Im Internet werden Krügerrand Fine Brass Münzen angeboten - was ist das?

Schrott. Es sind weder Münzen, noch Krügerrands. Geschäftemacher prägen aus zumeist unedlem Material etwas, was dem Krügerrand Motiv nachempfunden ist, aber weder Münze noch echt ist. Sondern zumeist aus Blech, Messing, Kupfer oder sonst einem Material. Wenn es hochkommt, ist es allenfalls für ein paar Cent hauchdünn vergoldet, wobei das Einschmelzen und Extrahieren des Goldes dann mehr kostet als das enthaltene Gold. Davon sollte man einfach die Finger lassen.

Darf ich Krügerrand-Fälschungen im Internet frei verkaufen?

In Deutschland: Nein. In §8/§9 Feingehaltsgesetz ist geregelt, dass man in Deutschland weder Gegenstände anbieten noch verkaufen darf, die eine Gold-Feingehaltsangabe tragen, aber gar nicht aus massivem Gold sind. 

Was ist mit den ominösen Wolfram-Fälschungen von Krügerrands?

Wolfram ist eines der wenigen Materialien, was eine nahezu identische Dichte wie Gold hat. Damit könnte man im Prinzip einen Krügerrand nachbilden, ohne dass die Nachbildung in Dicke, Durchmesser oder Gewicht durch Abweichung auffallen würde. Allerdings fällt die Farbe auf, die eher metallisch-schwarz als golden ist. Wenn man eine Wolfram-Krügerrand-Fälschung vergoldet, erkennt dies jeder Profi sofort. Daher tauchen am Markt auch so gut wie keine Wolfram-Fälschungen von Krügerrand Goldmünzen auf.

Montag, 10. Dezember 2012

Rand Refinery geht nach Singapur

Die Rand Refinery als Hersteller der weltweit bekannten Goldmünze Krügerrand geht nicht nur nach China und investiert dort in eine große Raffinery, sondern setzt auch auf den Markt in Singapur. In Singapur baut man eine Einrichtung zur Analyse von Gold, welches als Gold-"Schrott" auf asiatischen Märkten aufgekauft wird. Bereits vor anderthalb Jahren hat ein Handelsbüro in Singapur eröffnet und bis zum Jahresende will man auch die Schmelz-"Fabrik" fertiggestellt haben, eine sogenannte "Assaying und Sampling"-Einrichtung. Die Regierung von Singapur will den Goldhandel in Singapur fördern und hat einige Steuern gesenkt oder abgeschafft, die bisher auf den Goldhandel anfielen. Die Randrefinery als weltweit größte Goldraffinerie muß bei stetig steigenden Preisen für die Goldgewinnung aus der Erde die Quellen für Gold neu sortieren und setzt zunehmend auf Altgold-Rückgewinnung, da das Fördern von "neuem" Gold aus der Erde immer schwieriger und teurer wird. Die Grammzahlen gewonnenen Goldes pro Tonne Erz werden immer geringer und der Goldausstoß aus den Minen sinkt. Ergo müsse man sich um das Altgold-Recycling kümmern, umd dauerhaft Gold liefern zu können. Bereits jetzt kommen 20% des durch die Rand Refinery verkauften Goldes aus dem Recycling von Altgold.

Samstag, 8. September 2012

Minenarbeiter in Südafrika wollen mehr Geld - zu Recht

Die Arbeiter in den Goldminen Südafrikas wollen mehr Geld. Zu Recht.
Sie arbeiten bis dato 4km unter der Erde, sterben statistisch mit 49 spätestens an einer Staublunge und ab und zu stürzt nochmal ein Stollen ein, da unzureichend, weil kostengünstig gesichert wird.
Für eine tatsächliche 50- bis 60-Stundenwoche gibt es rund 400 Euro. Im Gegenzug darf man mit mehreren in einer Wellblechhütte in Minennähe schlafen.

Experten gehen davon aus, daß sich die Kosten der Goldförderung deshalb in den nächsten fünf Jahren voraussichtlich noch einmal verdoppeln werden, - wie bereits in den letzten fünf Jahren geschehen.
Dies wird sich natürlich auch auf den Goldpreis auswirken, siehe auch:

Streikende Minenarbeiter in Südafrika ziehen Goldpreis nach oben | Goldpreis.co

Montag, 28. Februar 2011

Postbank verkauft Südafrika - Problemfonds an Kunden

Rund 150 Postbank-Kunden klagen derzeit über verschwundene Gelder, die sie in einem Immobilienprojekt in Südafrika (!) angelegt haben. Die Postbank hat die Gelder für das Hotelprojekt in Kapstadt eingesammelt, allerdings scheint das Geld für das Fondsprojekt "MCT Südafrika 3" irgendwo in Südafrika bei einer Vertragsfirma verschwunden zu sein.

Kann ja schon mal vorkommen.

Das Geld ist ja nicht weg. Es hat nur jemand anderes...

Mit Hinweis auf Fußball-WM wurde rund um den Fonds geworben, die Kunden geben nun an, nicht ausreichend über die Risiken aufgeklärt worden zu sein. Kunden wollen gegen die Postbank und die MCT Treuhand GmbH aus Hamburg klagen.

Als sicher gilt, daß die Postbank für den Vertrieb 15% Provision erhalten hat, die sind natürlich nicht verloren, sondern bei der Postbank :-)

Von der Postbank eingesammelte Gelder sind unglücklicherweise bei einem nunmehr in Insolvenz befindlichen Unternehmen gelandet ( südafrikanische Hotelgruppe Queensgate),- ob und wieviel von dort wieder zurückfließt, steht noch in den Sternen.

Donnerstag, 11. Februar 2010

Goldförderung in Südafrika um 6,7% gefallen in 2009

In Südafrika konnte in 2009 nur 6,7% weniger Gold gefördert werden als im Vorjahr 2008. Dies ist bereits der dritte Jahresrückgang in Folge. In 2008 war die Förderung bereits 5,6% niedriger als im Jahr 2007, wo die Förderung um 0,9% niedriger ausfiel als im Jahr 2006.
Dies teilte das Statistische Bundesamt in Südafrika mit.

Damit bestätigt sich, was wir immer sagen: Mittel- und langfristig wird es immer schwieriger Gold aus der Erde zu holen. Zudem wird es auch immer teurer. Man muß immer tiefer graben, findet immer weniger Gramm pro Tonne Gestein und die Leute, die das aus der Erde holen, wollen immer mehr Geld für Ihre Tätigkeit. Im Moment sind in Südafrikas Minen mehr als 95% schwarze Minenarbeiter beschäftigt, die teilweise für Tageslöhne von weniger als 10 US$ unter Tage schmutzige und gesundszerstörende Arbeit unter Nichteinhaltung grundlegender Sicherheitsvorschriften durchführen. Das wird sich sicherlich mit der Zeit ändern. Noch ein paar Minenunglücke mit zahlreichen Toten und die Einhaltung der Sicherheitsvorschriften wird immer enger überwacht werden... und auch die Löhne werden sich über kurz über lang westlichen Standards angleichen.
Ein weiterer Grund, warum Gold mittelfristig teurer werden muß.

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