Sonntag, 3. Januar 2010

Vietnam schließt Goldbörsen

Vietnam hat alle vietnamesichen Goldhandelsbörsen aufgefordert, ihre Geschäfte bis spätestens Ende März 2010 einzustellen. Nicht vom Verbot betroffen sind Verkäufer von physischer Ware wie Barren- oder Münzhändler.

Hintergrund der Schließungsentscheidung ist der ausufernde Handel, der täglich Volumina von 1 Milliarde US$ erreichte, aber staatlich unzureichend überwacht wurde. Man befürchtet, daß einige Marktteilnehmer sich hoffnungslos verschuldeten, anderen Ware verkaufen, die sie gar nicht haben. Die Goldbörsen in Vietnam schossen seit 2007 aus dem Boden, als Gold noch 660$/oz kostete, - zwischenzeitlich steht man bei 1100$ und rund 20 solcher Börsen sind in Vietnam von der Schließung betroffen. Bei einigen konnten Anleger mit Sicherheitenstellung von nur 7% ihrer Gesamtanlage spekulieren.

In Vietnam spielt der Goldhandel traditionell eine große Rolle. Trotz eines viel niedrigeren Bruttosozialprodukts ist die Pro-Kopf-Gold-Nachfrage ähnlich hoch wie in Deutschland.

Im Mai 2008 hatte Vietnam versucht, den Nachfragedruck nach Gold durch ein Gold-Import-Verbot zu mindern. Vietnam erlebte allerdings eine Ausweitung des Schwarzhandels. Als sich in Vietnam dann Goldpreise von über 150$ über Londoner Goldpreisen pro Unze entwickelten, kam die Regierung nicht umhin, das Importverbot wieder zu lockern.

siehe auch FT

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