Sonntag, 9. Mai 2010

40.000 Gold-Philharmoniker pro Tag


Die Münze Österreich als eine der größten Münzprägestätten für Anlagegold in Europa verkauft im Moment bis zu 40.000 Goldmünzen des Typs "1 Unze Wiener Philharmoniker" am Tag, dies ist ein Gegenwert von über 37 Millionen Euro.

Grund ist die aktuelle Griechenlandkrise, die viele Anleger aus Angst vor Euro-Entwertung und Inflation ihre Euros in Gold und Silber tauschen lässt.

Daher setzt die Münze Österreich jetzt teilweise am TAG doppelt so viel um, wie sonst in einer Woche.

siehe auch ORF-Bericht

Freitag, 7. Mai 2010

So helfen die Banken Griechenland

Die Banken haben nunmehr präzisiert, wie Sie genau Griechenland im Rahmen ihres 8-Milliarden-Euro-Hilfspakets helfen werden. Sie werden nicht etwa Griechenland neue Gelder in der Höhe von 8 Milliarden Euro zur Verfügung stellen, wie vielleicht der ein oder andere gedacht hat, sondern werden im Volumen von 8 Milliarden Euro griechische Staatsanleihen, die sie sowieso schon im Bestand haben, einfach behalten, bzw. "nach Möglichkeit" ohnehin schon existierende Kredite an Griechenland bei einem Auslauf in den nächsten 3 Jahren nochmal verlängern.

Das dürfte eine weniger deutliche Hilfe sein, als mancher Bildzeitungsleser von den Banken erwartet hatte, - nachdem diese großspurig angekündigt haben, mit 8 Milliarden Euro zu helfen.

Siehe auch Süddeutsche

Postbank muß Bußgeld zahlen - illegale Datenweitergabe

Die Postbank muß nunmehr ein Bußgeld für die illegale Datenweitergabe zahlen. Sie hatte in der Vergangenheit nicht bei ihr angestellten Vertretern Daten über Kontobewegungen ihrer Kunden zur Verfügung gestellt, damit diese denen Finanzprodukte verkaufen können. Nach Ansicht des Landesbeauftragten für Datenschutz ein klarer Verstoß gegen das Bankgeheimnis. Das Gesetz sieht dafür nur eine Höchststrafe von 300.000 Euro vor. Das ausgesprochene Bußgeld in Höhe von 120.000 Euro, gegen das die Postbank nicht vorgehen will, dürfte bei der Postbank allerdings keinen nennenswerten Verlust auslösen, - höher ist sicher der Imageschaden.

siehe auch Süddeutsche

Donnerstag, 6. Mai 2010

neue Finanzspritze für Freddie Mac (10,6 Milliarden Dollar)

Der US Immobilienfinanzierer Freddie Mac, eine der größten US-Adressen im Finanzierungsgeschäft, erbat eine erneute Finanzspritze von 10,6 Milliarden US$ und kündigte darüber hinaus weiteren, zum Überlegen notwendigen Bedarf an.

Der Staat hatte bereits mit über 60 Milliarden US$ (durch den Kauf von Aktien) unter die Arme gegriffen, - alleine im ersten Quartal 2010 fielen allerdings bereits 8 Milliarden Dollar Verlust an.

Der US-Immobilienmarkt, der durch starke Preisrückgänge gekennzeichnet ist, führt zu zahlreichen Zwangsverwertungen und notleidenden Hypotheken.

Experten erwarten - ähnlich wie auch z.B. in Spanien - auch in Deutschland weiter zurückgehende Immobilienpreise.

siehe auch Reuters

Moodys warnt vor Bankenrisiken

Die Ratingagentur Moody´s warnt vor neuen Bankenrisiken, die insbesondere durch die schlechtere Bewertung einzelner Länderanleihen auftreten können (vor allen Dingen (Portugal, Spanien, Italien, Irland, Großbritannien und Griechenland). Banken, die einen hohen Anteil solcher Papiere im Bestand haben, könnten schmerzliche Verluste erleiden, mit Sicherheit aber eine deutliche Abwertung des Portfolios.

In Deutschland sind als größere Bestandshalter solcher Papiere neben den bekannten Adressen wie Hypo Real Estate und Landesbanken auch Pensions- und Versicherungsfonds bekannt.

siehe auch: "Süddeutsche"

Börse Tokio rutscht wegen Griechenland in die Tiefe

Nach dem Crash an der New Yorker Börse weisen nun auch die Werte an der Tokioter Börse Verluste in Folge der Griechenlandkrise auf. Der Nikkei-Index sank um knapp 4%, da man die Griechenlandkrise ähnlich wie die Lehman Brothers Krise in 2008 betrachte. Nach dem starken Goldpreisanstieg gestern (bis auf über 960 Euro/oz) kam es beim Gold zu kleineren Gewinnmitnahmen, sodaß Gold zuletzt mit 946 Euro/oz bewertet wurde, was immer noch rund 46 Euro/oz höher ist als vor 3 Tagen. Über den Goldpreisanstieg dürften sich vor allen Dingen die zahlreichen deutschen Anleger gefreut haben, die seit Ausbruch der Griechenlandkrise aus Euro-Investments in Gold umgeschichtet haben.

Crash an der Börse - Gold steigt

Wegen der Finanzkrise in Griechenland brach in USA der Aktienmarkt ein, der Dow Jones verlor mehr als 9% seines Wertes, der Euro fiel auf den tiefsten Stand seit März 2009, zeitweise auf unter 1,26 US$.
Gleichzeitig stieg Gold auf ein neues Rekordniveau, notierte zuletzt über 960 Euro/oz, nachdem in den letzten Tagen noch Werte unter 900 notiert wurden.

Deutsche Edelmetallhändler wurden von Ihren Kunden leergekauft, einige Händler sprachen davon, daß sogar der gesamte zukünftige Warenzugang der nächsten Woche bereits im Vorhinein abverkauft wurde und es mehrwöchige Wartezeiten für bestimmte Edelmetallprodukte gibt.

Anleger aus Deutschland und Griechenland versuchen in panikartigen Käufen Ihre Euros in Gold und Silber umzuwandeln, um den Euro-Wertverlust zu umgehen.

In Griechenland wurde unterdessen auch heute noch heftigst demonstriert, teils gewalttätig.

Siehe auch Die Welt

EZB wird zur Bad Bank

Mittlerweile wird auch die EZB, die Hüterin der Euro-Stabilität zur "Bad Bank".

Wegen der Griechenlandkrise wurden die ansonsten harten Kriterien aufgeweicht, nunmehr kann man auch sogenannte Junk Bonds, ausfallgefährdete Anleihen, z.B. Griechenland-Anleihen dort als Sicherheit hinterlegen, um sich für Niedrigstzinsen Geld zu leihen. Dieser Schritt ist von vielen kritisiert worden.

Der Leitzins, zu dem die Banken sich dort Geld leihen können, wurde auf dem Niedrigniveau von 1% belassen, wo er seit Mai 2009 ist.

Woher die EZB die Sicherheit nimmt, daß solche griechischen Staatsanleihen nicht ausfallen, erschließt sich nicht jedem Betrachter, da in der Vergangenheit bereits z.B. argentinische Staatsanleihen nicht mehr zurückgezahlt wurden.

Siehe auch Der Standard

Bundesbank-Vorstand sieht keine Perspektive für Griechenland

Der Bundesbank-Vorstand Sarrazin, der dafür bekannt ist, kein Blatt vor den Mund zu nehmen und in der Vergangenheit bereits mit der Sanierung der Berliner Finanzen befasst war, sieht nur wenig Perspektive für Griechenland. Die geplanten Erfolge beim Abbau des Defizits bezeichnet er als unrealistisch.

Da aber u.a. zahlreiche deutsche Bank griechische Papiere in Ihren Portfolios haben, u.a. WestLB und Hypo Real Estate, hätte bei ausbleibender deutscher Unterstützung dann dort der Verlust gedroht.

Sarrazin hat vier Szenarien für Griechenland durchrechnen lassen, auch im für Griechenland günstigsten Fall (Reduzierung der Ausgaben um 10%, Erhöhung der Einnahmen um 10%, was als ausserordentlich unrealistisch gelten dürfte) werden die griechischen Probleme in kurzer Zeit immer größer, was ohne weitere Hilfe zum Kollaps führt.

Das ganze Interview im aktuellen FOCUS, Auszüge hier.

Dienstag, 4. Mai 2010

Mit einer Münze 1,2 Mio verdient

Wer die richtige Münze kauft, kann mit einer Goldmünze in nur drei Jahren 1,2 Mio Euro verdienen. Es kommt allerdings entscheidend darauf an, daß man die richtige Münze aus dem richtigen Material zum richtigen Zeitpunkt kauft. Ein Beispiel, wie das gehen kann, sieht man auf folgender T-Online-Homepage:

Womit wieder einmal bewiesen wäre: Gold ist trotz aller Unkenrufe und trotz allen Abratens so manchen Bankers ein vernünftiges Investment in Krisenzeiten.

Nicht jeder kann natürlich eine Münze für einen siebenstelligen Eurobetrag kaufen, - die Wertentwicklung findet aber proportional ähnlich bei kleineren Investments statt. Man muß halt nur Gold kaufen...

Online ist dies z.B. auf www.Silber-Philharmoniker.de oder www.CoinInvestDirect.com möglich.

Sparkassen warnen vor neuen Risiken

Die Sparkassen warnen vor neuen Risiken am Finanzmarkt.

Der Präsident des Deutschen Sparkassenverbands erkennt in hohem Maße spekulative Geschäfte und sieht immer noch die Gefahr der Gefährdung ganzer Volkswirtschaften durch große Megabanken.

Er forderte eine höhere Eigenkapitalausstattung der Banken, um Risiken abzudecken.

siehe auch "Die Zeit"

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