
Immer noch hält die starke nachfrage nach Goldbarren an, sodaß wieder einige Marktteilnehmer in Deutschland nicht lieferfähig waren, auch Hersteller wie Heraeus können kaum die Produktion der gestiegenen Nachfrage anpassen.
In Indien, wo nahezu 1/5 des weltweiten Goldes abgesetzt wird, haben nach Expertenmeinungen wegen des vorzeitig einsetzenden Monsunregens die meisten Schmuckhersteller ihren Bedarf schon früher als sonst gedeckt, sodaß von dort aktuell nicht die üblichen Orders kämen. Deutsche Investoren werden jedoch von Regen nicht gebremst und kaufen hunderterweise Krügerrands und Kiloweise Goldbarren, wobei der Schwerpunkt auf 100g und 500g-Barren lag.
Edelmetallanbieter aus Deutschland, die diesen Run nicht vorhersehen konnten, sitzen jetzt teilweise vor leeren Regalen.
Grundsätzlich könnte die Immobilien- und Finanzkrise natürlich auch negativ für den Goldkurs sein, wenn gestrauchelte Investoren ihre Goldnotreserve versilbern müssen, um Löcher aus Aktien- und Immobilienanlagen zu stopfen.
Noch scheint aber die Nachfrage verunsicherter Anleger nach Gold deutlich grösser als die Abgabebereitschaft zu sein.
Die letzten Goldpreise lagen heute bei 664,90$/oz und damit ca. 4$ leichter als gestern, Silber war stabil mit zuletzt 11,77$/oz.