Sonntag, 4. Oktober 2009
Italien im Kampf gegen illegale Goldexporte
Italien rüstet auf im Kampf gegen illegale Kapitalexporte. An den italienischen Grenzen zur Schweiz wurden die letzten Tage nicht nur Kameras nachgerüstet, sondern man setzt auch vermehrt Metalldetektoren ein, die erkennen sollen, ob jemand im Kofferraum Goldbarren oder -münzen schmuggelt. Die Kameras werten die Autokennzeichen aus, die erfasst werden. Ob dann systematisch die angehalten werden, die vorher vor einer Bank geparkt haben, ist nicht überliefert. Italienische Behörden vermuten, daß Italiener einen Großteil vermuteter 600 Milliarden unversteuerter Vermögen in der Schweiz angelegt haben und wollen mit diesen Maßnahmen den verheimlichten Kapitaltransfers Herr werden. Ein Tessiner Anwalt wurde im Februar verhaftet und solange verhört, bis er eine Liste mit Namen seiner Klienten preisgab. Mehrere hundert Kunden der Tessiner Banken fanden anschliessend detaillierte Angaben incl. Vollnamen und Kontostand und -nummer in italienischen Zeitungen wieder. Italien hatte in der letzten Woche eine weitere Steueramnestie für bereuende Steuersünder eingeführt, sofern sie sich selber melden.
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